And the Oscar goes to…

Die "Oscar"-Statue in einer Männerhand

Da waren Sie wieder – die Dankesreden der Stars.

Einige danken der Academy, einige ihren Eltern, andere ihrem Friseur, manche allen Drei.
L a n g w e i l i g … und das Publikum schnarcht im Chor.

Die Oscargewinner haben durch ihre Leistungen überzeugt, mit ihrer Dankesrede jedoch gelingt dies den wenigsten. Da versuchen irgendwie alle perfekt zu sein, holen zerknüllte Zettel aus ihren Jackets und lesen dann doch nur die Standardphrasen, anstatt eine Verbindung mit dem Publikum herzustellen. Denken Sie daran: it is not about perfection – it is about connection.

Es gibt jede Menge Anlässe für eine Rede, und auch für Sie als Führungskraft gibt es viele Einsatzgebiete. Ihre Antrittsrede, Weihnachtsfeier, Produkt-Launch, erreichte Umsatzziele, neue Projekte, etc.

Aber ob nun Führungskraft oder Schauspieler, alle sind von Personen umgeben, die sie bei der Umsetzung ihrer Jobs aktiv unterstützen. Zeigen Sie in Ihrer Rede als Führungskraft, dass Ihnen die mitarbeitenden Menschen wichtig sind. Sprechen Sie für Ihr Team und nicht für sich. Stellen Sie eine Verbindung mit Ihrem Publikum her.

Zeigen Sie sich von Ihrer persönlichen Seite! Kommunikation richtet sich an die Gefühlsebene der Zuhörer. Am besten gelingt das mit einer Verdeutlichung über Bilder oder Analogien oder auch einer kurzen Story über sich selbst. Es geht allerdings nicht um eine happy-hour Story. Überlassen Sie reines Entertainment Hollywood. Es geht um eine Story, die Sie mit Ihrer Botschaft verknüpfen möchten. Beides, die Story und die Botschaft müssen eine Relevanz für Ihre Zuhörer haben.

Überlegen Sie sich vorher genau bei wem und wofür Sie sich bedanken und was die Worte bei Ihren Zuhörern, in der Regel Ihr Team, bewirken soll.

Fangen Sie mit einem Paukenschlag an. „Ich nehme diesen Preis nicht an“. Okay, es muss ja nicht dieser Satz von Marcel Reich-Ranicki beim Deutschen Fernsehpreis 2008 sein. Dennoch sollten Sie Ihr Publikum mit einem spannenden Beginn überraschen.

Nutzen Sie ein Zitat oder stellen eine Frage. Oder nehmen Sie Bezug auf den aktuellen Ort oder Zeit: „auf dem Weg hierher ist mir aufgefallen, dass…, eben am Hauptbahnhof habe ich beobachtet…“.

Oder erzählen Sie eine persönliche Anekdote. Zum Beispiel aus Ihrer Zeit vor dem derzeitigen Job und was Sie daraus gelernt haben und übertragen Ihre Erkenntnis dann auf die aktuelle Situation. Somit erreichen Sie mit Ihrer Rede nicht nur das Ohr Ihrer Zuhörer, sondern auch inhaltlich deren Gehirn. Übrigens gilt das genauso für das Verfassen einer Dankesrede oder Ansprache per Email… es muss nicht immer eine Präsentation sein.

Das Ende einer Rede ist ebenfalls wichtig, wird aber oft stiefmütterlich behandelt. Bitte beenden Sie Ihre Rede nicht mit einem „Danke für Ihre Aufmerksamkeit“, sondern unterstreichen Sie nochmals Ihre Botschaft oder enden mit einem direkten Appell. Sie können auch ein Zitat ans Ende stellen oder nochmals kurz den Bogen zum Beginn spannen und beschließen den Vortrag, so wie Sie ihn begonnen haben. It is not about perfection – it is about connection.

Der letzte Eindruck bleibt.

‘Great Leaders inspire with Stories’

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