The first draft of anything is shit…

Auf ein leeres Blatt zu starren ist echt blöd. Kennen Sie das?

Sie wissen eigentlich, was Sie in Ihrer Präsentation sagen wollen? Nur jetzt mal schnell den Text dafür schreiben, hach das klingt so leichtfüßig, so mal eben dahin geworfen. Macht sich doch mit links. Und dennoch, außer Guten Tag liebe Kolleginnen und Kollegen steht auf dem Papier weiter nichts.

Sie zögern. Ist es die richtige Wortwahl, ist es der richtige Aufbau, ist es die richtige Struktur. Welche Anekdote oder Geschichte nutze ich als Opener? Wie wird die Resonanz sein? Diese Fragen können ganz schön Stress auslösen.

Mit dem Zitat The first draft of anything is shit von Ernest Hemingway oder The first shitty draft von Anne Lamott (je nachdem welches Ihnen mehr zusagt), soll es eigentlich leichter gelingen, mit dem Verfassen eines Textes zu starten.

Doch nun das: der Cursor blinkt, geradezu ungeduldig und auch etwas aufdringlich möchte man meinen und dann macht sich auch schon Ungeduld breit. Man will alles auf einmal ausdrücken, Botschaft, Emotionen, Fakten, Stories. Sämtliche Gedankenschubladen sind geöffnet, aber es hüpft kein Gedanke raus. Furchtbar. Kein perfekter Gedanke! Und genau hier liegt der Schlüssel. Zumindest für mich war das so, vielleicht hilft es Ihnen auch weiter. Ich wollte mir eine Zeit lang nicht eingestehen, dass mein „first draft“ nicht doch gleich beim ersten Mal perfekt gelingt.

Dabei umreißt ja der first shitty draft – Ansatz erstmal die Idee, den Entwurf. Ist also noch weit davon entfernt eine fertige Fassung zu sein.

Geben Sie sich also die Erlaubnis für einen shitty Start. Packen Sie alles rein, was Ihnen zu dem Thema einfällt. Keine Sorge, das was jetzt auf dem Papier oder dem Bildschirm steht ist ja nicht in Stein gemeißelt. Danach folgt halt eine zweite Fassung, vielleicht auch noch eine Dritte. Zum Abschluss empfehle ich noch einen wichtigen Schritt. Das dazu passende Zitat : Ein Text ist nicht dann vollkommen, wenn man nichts mehr hinzufügen kann, sondern dann, wenn man nichts mehr weglassen kann (Antoine de Saint-Exupéry).

Streichen Sie also alles, was nichts mit Ihrer Kernbotschaft zu tun hat. Was lenkt ab, gibt keinen Mehrwert? An dieser Stelle kann Feedback von anderen sehr helfen. Bitten Sie jemanden, den Text zu lesen und Ihnen im Anschluss die Kernaussage zu beschreiben.

Sollte diese nicht eindeutig sein, drehen Sie halt noch eine shitty Runde 🙂

Hätte ich mehr Zeit gehabt, so hätte ich mich kürzer gefasst, lautet ein Zitat, das sowohl Marc Twain als auch Johann Wolfgang von Goethe zugesprochen wird. Sie merken schon, ich bin heute in den Zitaten-Brunnen gefallen.

Also, nehmen Sie sich Zeit und erlauben Sie sich einen shitty Start.

‘Great Leaders inspire with Stories’

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